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Philosophische FakultätInstitut für Slawistik C4-Professur für Slawische Literaturwissenschaft
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Poesie in der Festkultur. Gelegenheitsschriften im Russischen Reich des 18. Jahrhunderts |
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Projektleiter
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Name: |
Prof. Ulrike Jekutsch (jekutsch@uni-greifswald.de) |
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Telefon: |
863215 |
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Projekt
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Mittelgeber: |
Stiftungen und sonstige öffentliche Geldgeber |
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Projektträger: |
Stiftungen, sonstige Ad Infinitum Stiftung |
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Beginn: |
01/2007 |
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Ende: |
12/2010 |
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Laufzeit: |
48 Monate |
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Kurzbeschreibung
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| Die Gelegenheitsdichtung als ein in Europa weit verbreitetes Phänomen der Frühen Neuzeit entwickelte sich im auch Russischen Reich und wurde insbesondere im 18. Jahrhundert unter Peter I. und seinen Nachfolgern als Teil höfischer Repräsentation gepflegt. Im Laufe der Zeit wurde sie auch in breite Kreise der Adels- und Gelehrtendichtung übernommen. Die zu besonderen Anlässen verfassten Texte (Geburtstags-, Hochzeits-, Trauergedichte; Oden zur Thronbesteigung, zu Sieges- und Friedensfeiern, zur Eröffnung von Institutionen usw.) wurden als Einblattdrucke herausgegeben, zur Feier überreicht und z. T. vorgetragen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind diese Texte in der Folgezeit weitgehend in Vergessenheit geraten und noch kaum systematisch erforscht worden.
Die Struktur dieser Texte und ihre Verankerung in der russischen Gesellschaft und Kultur werden von einer deutsch-russischen Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Petr Bucharkin (Univ. St. Petersburg), Frau Prof. Dr. Natal’ja Kočetkova (Puškinskij Dom) und Frau Prof. Dr. Ulrike Jekutsch (Univ. Greifswald) erforscht. Geplant ist die Edition eines Sammelbandes mit Darstellungen verschiedener Aspekte dieser Kultur, der auf einer Reihe gemeinsamer Arbeitssitzungen der Petersburger und Greifswalder Kollegen erarbeitet werden soll.
Am Lehrstuhl für slawische Literaturwissenschaft der Universität Greifswald wird außerdem eine Datenbank angelegt, die Auskunft geben soll über die Fragen: Wer schrieb für wen und zu welchem Anlass? Welche Rolle spielt der Text in der Festveranstaltung? Erreicht der Text zusätzlich zu den regionalen Adressaten auch überregionale? Welche Gattungen wurden genutzt? Wo wurden die Texte gedruckt? Haben regionale Aspekte Einfluss auf die Entwicklung ausgeübt? |
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